Blasmusik

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Festival mal anders: “Woodstock der Blasmusik”

Seit 2011 findet jährlich das Festival ‘Woodstock der Blasmusik’ statt, bei dem zahlreiche große Musiknamen auftreten. SINFONIMA hat mit dem Organisator Simon Ertl über die vielen Facetten der Blasmusik gesprochen.


Wenn Sie 100 Menschen nach ihrer Meinung zu Blasmusik fragen, was bekommen Sie zu hören?

Die Antworten würden wahrscheinlich zu großem Teil vernichtend ausfallen. Doch die wenigsten kennen auch die vielen Facetten dieser Musikrichtung. Wer hätte gedacht, dass Blasinstrumente auch bei modernem Hip-Hop, Soul, Funk oder Jazz zum Einsatz kommen? Dort klingen die Blasinstrumente alles andere als verstaubt.

Blasmusik: Mehr als nur “uftata”

Nicht zuletzt entstand die Idee für das Musikfestival aus einem Mangel an Begeisterung für Blasmusik. Und heute ist das “Woodstock der Blasmusik” ein stetig wachsendes und vielbesuchtes Festival, das 4 Tage lang andauert und alle Facetten der Blasmusik abdeckt. An jedem der vier Tage erwarten besondere Gäste oder Bands die Besucher: Ob traditionelle Blasmusik von den Egerländern, australische Jazz-Sounds von James Morrison, lebensfrohe Klänge von den Lucky Chops aus Amerika oder die deutsche Band Moop Mama, die bereits erfolgreich mit Jan Delay zusammenarbeiteten – nicht nur von den typischen “uftata-Klängen” werden hier die Besucher unterhalten, sondern vielfältige internationale Sounds werden von zahlreichen Künstlern präsentiert.

Ertl ist zu Recht stolz darauf, dass das Blasmusik-Festival einen solch positiven Abklang in den letzten Jahren finden konnte. Zudem ist er der Meinung, dass man die Meinungen und Akzeptanz über den Namen “Blasmusik” gar nicht so schwarzsehen darf: „Allmählich ist auch in Deutschland eine höhere Akzeptanz spürbar. Ich hoffe, Festivals wie das “Woodstock der Blasmusik” können weiter dazu beitragen, der Blasmusik ein gänzlich positives Image zu verschaffen. Für mich wäre dies eine große Bestätigung meiner Arbeit!“