“Violin Soul and Shape” Wettbewerb

Violin-Soul-and-Shape-Wettbewerb


Eduard Schwen erhielt Gold in der Kategorie ‘Kopien und Imitationen’

An dieser Stelle sprechen wir unsere Glückwünsche dem Instrumentenbauer Eduard Schwen aus, denn er ist der dreifache Gewinner des 1. internationalen Geigenbauwettbewerbs “Violin Soul and Shape” in Moskau.


Wir haben ihn gebeten, sich auf unserer Webseite vorzustellen und mit über ihn und seine Leidenschaft für Instrumente zu sprechen. Wir wollten wissen, wie seine Karriere begann und was ihn dazu motivierte, an dem Moskauer Wettbewerb teilzunehmen. Folgendes waren seine Antworten:

„Weil ich als Kind schon Cello gespielt habe und sogar ein eigenes Instrument zur Konfirmation bekam, wuchs in mir schnell der Berufswunsch Geigenbauer. Ich begann im Jahr 1981 eine Ausbildung an der Berufsfachschule und nachdem ich einige Gesellenstellen im In-und Ausland besetzten durfte, legte ich 1990 meine Meisterprüfung in Nürnberg ab. 1994 war ich dann zunächst einige Jahre selbstständig, bis ich 2009 dann schließlich Geigenbau Winterling in Hamburg weiterführen durfte. Seither bin ich nun alleiniger Inhaber.“

Das Interesse an Instrumenten wuchs früh

Schwen setzte sich schon sehr früh mit hochwertigen klassischen Instrumenten auseinander. Er erbaute mehrere Rekonstruktionen der frühen Instrumente (Maggini, Amati, da Salo,) als Barockinstrumente und dass mit Erfolg: Regelmäßig werden seine Meisterwerke bei hoch-angesehenen Barock-Ensembles gespielt.

Als er im Sommer eine Mail mit Informationen zum 1. Internationalen Geigenbauwettbewerbs ‘Violin Soul and Shape’ bekam, war er begeistert darüber, dass es die Kategorie ‘Kopien und Imitationen’ gab. Ein Musikerfreund übernahm den Transport der Instrumente nach Russland und nachdem dieser auch dem Zoll nachweisen konnte, dass es sich tatsächlich um moderne Instrumente handelte – man wollte dies nämlich trotz kompletter Deklaration zunächst nicht so ganz glauben.

Schwen erreichte bei dem Wettbewerb mit allen drei seiner eingereichten Instrumente die letzte Runde (Platz 6, 5 und 1). Zwar nahm er sich aufgrund der Gesamtsituation bisher noch nicht die Zeit, um selbst nach Moskau zu reisen, er beteuerte allerdings, dies so bald wie möglich nachzuholen.