Streaming schlägt erstmals CD´s

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Wer kauft schon noch Scheiben im Laden ?

Es war ja im Grunde absehbar – physische Tonträger haben im Kampf gegen das Streaming keine Chance. Erstmals wurden im ersten Halbjahr diesen Jahres nun mehr Gelder für Streamingdienste wie Spotify oder Apple Music ausgegeben, als für CD´s.

Für die Streamingdienste ging es um satte 35 Prozent im Umsatz nach oben. Und entsprechend negativ entwickelte sich der CD-Verkauf. Deutschland ist dabei aber keineswegs Vorreiter. In anderen Ländern wurde die CD längst vom Streaming überholt.

Eine Ära neigt sich dem Ende zu

Jahrzehntelang dominierten die Tonträger den Musikmarkt, bevor es dann durch die rasante Markteroberung der Streamer schnell abwärts ging. Liegt der Anteil der CD im Musikbusiness aktuell noch immerhin bei 34 %, lässt der Anteil der verkauften Vinylscheiben – 4,4% – erahnen, wohin der Weg führen könnte.

Marktumsatz in Summe ist rückläufig

Mehr gestreamte Musik heißt aber auch, dass in Summe weniger Umsatz am Markt gemacht wurde. Denn das Preismodell hier ist ein deutlich käuferfreundlicheres, sprich günstigeres. Für klassische Händler von Musik zeichnet sich damit mehr und mehr ein Ende ihres jahrelang lukrativen Geschäftsmodells ab. Immer mehr Händler schließen ihre Geschäfte. Gewinn fahren dafür die digitalen Branchenriesen ein.

Das Bessere setzt sich am Markt durch

Auch wenn das langsame Sterben lokaler Plattenläden sehr bedauerlich ist – für Betreiber, deren Stammkunden und das Stadtbild – muss man schlussendlich doch feststellen, dass das Streamen von Musik einfach klasse ist. Individuelle Playlists, statt Kauf ganzer CD´s von denen einem nur einige Stücke gefallen. Intelligente Suche nach neuer Musik, die individuell (wenn auch per Computer) für den Nutzer zusammengestellt wird. Alles ist immer auf dem Smartphone und damit überall dabei. Welcher Musikfreund möchte darauf aus alter Verbundenheit zur CD verzichten ?