Sicheres Reisen mit dem Instrument

Sicheres Reisen mit dem Instrument

Das Instrument muss immer mit – Tipps für unterwegs

 

MusikerInnen, die in der Öffentlichkeit auftreten, sind oft das ganze Jahr national und manche auch international auf Reisen. Nicht selten geben sie in einer Woche zwei oder mehr Konzerte in verschiedenen Städten. Egal ob MusikerInnen mit dem Auto, der Bahn oder mit dem Flugzeug unterwegs sind, das Instrument muss immer mit. Viele Instrumente stellen nicht nur schweres Gepäck dar, sie sind häufig auch von enormen Wert. Und so reist die Sorge um das Instrument fast immer mit.

Wir geben hier gibt hier paar Tipps, wie man sicher mit dem Instrument auf Reisen geht und welche Dokumente man unbedingt mitführen sollte:

In der Regel sind Beschädigungen der Instrumente vermeidbar, wenn sie ihrem Wert und ihrer Empfindlichkeit entsprechend immer sorgfältig behandelt, aufbewahrt und transportiert werden. Besonders auf Konzerttouren sollte beim Ortswechsel das Instrument zudem so lange wie möglich unter der eigenen  Aufsicht sein, um einen Diebstahl zu verhindern. Bei Reisen mit dem Instrument ins Ausland ist es außerdem wichtig zu beachten, dass entsprechende Dokumente mitgeführt werden, damit man beispielsweise beim Zoll keine Schwierigkeiten bekommt.

Ganz wichtig: Das richtige Behältnis

Unabhängig vom Transportmittel sollte das Instrument immer in einem gut schützenden Behältnis transportiert werden.

Sicherer Transport des Instruments im Auto und im Zug

Um das Instrument vor Beschädigungen zu schützen, reicht im Auto oder im Zug eine entsprechend gut gepolsterte Hülle aus. Im Zug empfiehlt es sich zudem, dass Instrument so zu deponieren, dass es ständig unter der eigenen Beobachtung steht, damit es nicht entwendet werden kann. Kleinere Instrumente kann man beispielsweise zwischen die Beine klemmen, um einen Diebstahl zu vermeiden. Auch sollte auf die Ablenkung durch Tablets, Smartphones, das vertiefte Lesen von Büchern, Zeitschriften etc. oder Einschlafen weitestgehend verzichtet werden.

Sicherer Transport des Instruments im Flugzeug

Bevor man mit dem Instrument in ein Flugzeug steigt, sollte man sich immer über die Beförderungsbedingungen der jeweiligen Fluggesellschaft informieren. In der Regel hat jede Airline ihre eigenen Regelungen und Bestimmungen bezüglich des Handgepäcks.  Im Flugzeug sollte das Musikinstrument, wenn es möglich ist, als Handgepäck mitgenommen werden. Ist das Instrument etwas größer, kann man auch einen zusätzlichen Sitzplatz hierfür buchen. Instrumente, die aufgrund ihrer Größe (z.B. Harfen oder Kontrabässe) nicht in der Kabine mitgenommen werden können, wird ein sogenannter „Flightcase“ für den sicheren Lufttransport dringend empfohlen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, Instrumente, welche zu groß für den Kabinentransport sind, bei der Fluggesellschaft als „besonders schützenswertes Gut“ bzw. „Artwork“ aufzugeben. Dann wird das Instrument in einem separat abgetrennten und klimatisierten Frachtraumbereich im Flugzeug transportiert.

 

Notwendige Dokumente für Reisen mit dem Instrument ins Ausland

Wenn in einem Instrument Materialien verarbeitet sind, die unter den Artenschutz (z.B. Elfenbein oder Ramin-Holz) fallen, müssen insbesondere für Konzerte außerhalb der EU spezielle Dokumente mitgeführt werden.

Grundsätzlich wird allen international auftretenden MusikerInnen empfohlen, immer eine „Declaration of materials“ für ihr Instrument bei Auslandskonzerten mit sich zu führen. Diese sollte von einem geeigneten Instrumentenbauer angefertigt sein. Ein solches Dokument ist außerdem die Voraussetzung für die Beantragung einer CITES – Instrumentenbescheinigung  oder einer Negativbescheinigung.

Die CITES- Ein- bzw. Ausfuhrgenehmigung für Musikinstrumente muss genauso wie  die Negativbescheinigung beim Bundesamt für Naturschutz (BfN) drei Monate vor Reiseantritt beantragt werden.  

Eine „Wanderausstellungsbescheinigung“ muss ebenfalls beim Bundesamt für Naturschutz beantragt werden. Diese wird benötigt, wenn Instrumente nicht im herkömmlichen Reisegepäck, sondern im Auftrag eines Orchesters als Fracht- oder Containersendung auf Reisen gehen. Auch hier ist es bei Grenzübertritten erforderlich, Dokumente vorlegen zu können, die den rechtmäßigen Erwerb oder auch die rechtmäßige Einfuhr nachweisen, wie beispielsweise die „ Declaration of materials“.

 

In der detaillierten Broschüre von SINFONIMA finden Sie noch mehr Details zu den hier aufgeführten Tipps und auch Muster für die oben genannten Formblätter. Senden Sie uns für mehr Informationen einfach eine kurze Email.