SINFONIMA-Versicherte-Teil-5

SINFONIMA-Versicherte stellen sich vor – Teil IV


Zu Gast im Brassatelier von Thorsten Mittag

Bei einem Besuch im Heidelberger Brassatelier von Thorsten Mittag konnte Isabelle Haupt die interessante Geschichte vom Werdegang des Musikers und Instrumentenbauers erfahren. Besonders beeindruckt war Thorsten Mittag vom Song Caravan von Manhattan Transfer Ende der 70er Jahre. Dieser besondere Moment war für ihn eine Art Inspiration, sich der Jazzmusik zu widmen.


Nach dem Abitur erhielt er beim damaligen Dozenten für Posaune an der Hochschule für Musik in Karlsruhe Unterricht. Sein Lehrer Ünal Solak war ein begnadeter Posaunist. Aufgrund seines türkischen Hintergrunds war es für ihn nicht leicht, sich in die deutsche Beamtenkultur einzufügen. Thorsten Mittag bekam durch ihn auch Einblick in und Zugang zur Musikerszene. Zuerst plante er ein Industriedesign-Studium, hörte nach einem Praktikum bei einem Metallinstrumentenbauer jedoch auf sein Gefühl und sein Herz. In einer kleinen Werkstatt in Karlsruhe begann er eine Lehre in einer kleinen Werkstatt in Karlsruhe. Zu Beginn seiner Lehrzeit wurde in der Werkstatt ein Meister aus einer renommierten Kölner Werkstatt beschäftigt.

Nach seiner abgelegten Gesellenprüfung fand er eine Stelle bei Instrumentenbau Glassl im hessischen Nauheim. Nach fünf Jahren trieb ihn die Liebe nach Mannheim und er eröffnete dort seine erste, eigene Werkstatt, die er für 20 Jahre betrieb. Heute ist der Instrumentenbauer in Heidelberg stationiert.

Täglich kümmern sich Thorsten Mittag und sein Mitarbeiter um Reparaturen, die ca. 50-60% der regelmäßigen Arbeitszeit ausmachen. Mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet die Werkstatt jedoch über den Neubau. Die Aufträge sind seltener, bringen Thorsten Mittag aber den meisten Gewinn.

SINFONIMA-Versicherte-Teil-4

SINFONIMA-Versicherte stellen sich vor – Teil III


Prof. Thomas Stabenow

Thomas Stabenow ist mit Leib und Seele Jazzmusiker. Im täglichen Leben ist er Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim. Im Interview betonte er, dass er sich freute, von der Universität ausgewählt worden zu sein.


Auch sehr berühmte Jazzmusiker können leider nicht nur von ihrer Musik leben und müssen noch zahlreiche weitere Erwerbsquellen finden, um sich ihrer Musik widmen zu können. So ist Thomas Strabenow mit dieser Anstellung sehr zufrieden. Jedoch beschränkt er sich nicht nur auf seine Lehrtätigkeit und gibt auch weiterhin Konzerte. Auf der Bühne ist sein Enthusiasmus weiterhin spürbar. Er möchte einfach nur spielen und sich seiner Musik widmen.

Auf dem Open-Air Festival “Jazz im Grünen” 2015 trat er gemeinsam mit der Band ELD NOW auf. Eigentlich spielte Thomas Strabenow zunächst Klarinette und wechselte mit 21 Jahren zum Kontrabass. Im Interview erwähnte er, dass das Spielen auf der Klarinette immer Herpes auslöste. Daher musste er sich für ein anderes Instrument entscheiden. In seiner Anfangszeit konnte er sich voll und ganz auf die Unterstützung seines Vaters verlassen. 1974 kaufte er ihm einen Kontrabass, auf dem Thomas Strabenow noch heute spielt.

Der Vollblutmusiker betonte im Interview, dass ihn vor allem das Improvisieren inspiriert. In der klassischen Musik hält man sich exakt an die Noten. Im Jazzbereich ist es komplett anders. Die Musiker müssen non-stop aufeinander hören, um bestmöglich zusammen spielen zu können. Für Thomas Strabenow macht dieses Improvisieren den Jazz spannend und für ihn ist diese Musik die wichtigste Kunstform.

SINFONIMA-Versicherte-Teil-2

SINFONIMA-Versicherte stellen sich vor – Teil I


 Geigenbauer Jean Severin

Bereits seit 2007 ist der Geigenbauer Jean Severin bei SINFONIMA versichert. In einem detaillierten Interview erzählt er über seinen Berufsalltag, die Zukunft des Geigenbaus und heitere Anekdoten. Bei verschiedenen Veranstaltungen hat er bereits mehrmals mit SINFONIMA zusammengearbeitet.


Für Jean Severin gibt es nicht den schönsten Moment in seiner Karriere. Viele kleine Geschichten geben ihm immer neue Inspiration, mit seiner Arbeit fortzufahren. Besonders freut sich der Geigenbauer über neue überraschende Kunden und Kundinnen, die zu ihm kommen, weil ein Kunde oder eine Kundin die Werkstatt euphorisch beschrieben hat. Er ist stolz darauf, dass skeptische Musiker und Musikerinnen, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, wieder Vertrauen fassen und mit seiner Arbeit zufrieden sind. Ebenfalls ist es ein großer Moment, wenn er eine neue Geige fertiggestellt hat. Der Geigenbauer lädt Musiker und Musikerinnen ein, jederzeit in seiner Werkstatt vorbeizukommen. Er wirft gerne einen fachmännischen Blick auf das Instrument und man profitiert von einer kostenlosen Beratung.

Das perfekte Holz für seine Geigen bezieht Jean Severin aus dem Fachhandel. Zurzeit macht er sich noch keine Sorgen um hochwertiges Klangholz. Obwohl er optimistisch bleibt, hegt er auch Bedenken und stellt die Frage, wo in Zukunft noch optimales Holz für den Geigenbau erhältlich sein wird.

Besonders schwärmt Jean Severin von einer Reise in den Iran. Ausgezeichnete persische Musik mit Geigen hat er bei den Konzerten von Azadeh Shams & Behrang Azadeh erlebt.

Unter dem Link können Sie das gesamte Interview mit Jean Severin nachlesen. Er spricht über seine Erlebnisse und Erfahrungen als Geigenbauer.