SINFONIMA-Akademie

SINFONIMA Akademie


Die SINFONIMA Akademie

Nach langer Partnerschaft zwischen dem deutschen Orchestertag (DOT) und SINFONIMA widmete der DOT seinen ersten Tag der “SINFONIMA Akademie”. Den Gästen wird ein umfassendes Tagungsprogramm vorgestellt. Der deutsche Orchestertagverfolgt seit 12 Jahren das Ziel Diskussionsmöglichkeiten und Fortbildungsmöglichkeiten anzubieten, aber auch Erfahrungsaustausche.


Der geschäftsführende Gesellschafter, als auch Erfinder, des DOT sieht es als seine Herausforderung nicht nur Musik zu machen und Konzerte zu geben, sondern auch den Orchesterbetrieb hochwertig und zielorientiert zu gestalten. Dies sei eine komplexe Aufgabe. Aus diesem Grund steht das Veranstaltungsmotto “Alles wird gut! Qualität als Managementaufgabe” im Mittelpunkt des Gesprächs.

Zwei Podiumsdiskussionen finden bei der SINFONIMA Akademie statt. Es wird die Tragweite der Konzertsäle aus diversen, teils auch internationalen, Perspektiven beleuchtet und danach über eine Personalauswahl diskutiert, welche sowohl führungskompetent, als auch professionell sein soll. An den fünf “Roundtables”, welche von Susanne Leuthner und Janina Klabes, zwei Mitarbeiterinnen der Mannheimer, geleitet werden, bewegen sich die Themen der Gespräche von Qualitätsmanagement im Orchester, über Marketingentwicklung, bis hin zu Bewerbungsprozessen aus der Sicht von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Harald Fröhlich eröffnet eine weitere Diskussionsrunde zum Thema “Wie man eine Marke im Nicht-Konsumgütermanagement entwickelt”.

SINFONIMA hatte in der Vergangenheit an beiden Tagen als Partner zu tun, allerdings wurde immer unabhängig vom deutschen Orchestertag gearbeitet und eine eigene Vortragsveranstaltung durchgeführt. Eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Orchestertag freut Anselm Rose. Sie meint, dass der DOT mit der SINFONIMA Akademie einen sehr starken Partner gewonnen hätte, mit dem sie, mit ihrer Teilnahme, ein noch vielfältigeres und umfangreicheres Programm, mit guten Referenzen und einem neuen, erstklassigen Diskussionsformat, bieten können.

Simonetta-Ginelli

Die Harfenistin Simonetta Ginelli


Harfenaufstand in Bethlehem

Die Harfenistin Simonetta Ginelli lebt und arbeitet in Berlin und hat sich dort sowie auf internationalen Bühnen bereits einen Namen gemacht. Zurück von ihrer Reise nach Bethlehem erzählt sie von ihren Erlebnissen und einem beinahe gescheitertem Auftritt.


Von himmlischer Harfe zum verdammten Instrument

Kurz vor Weihnachten des Jahres 2015 startete Simonetta Ginelli mit einem Flieger zu einer aufregenden Konzertstätte: Bethlehem. Ursprünglich war dort im Rahmen der ZDF Aufzeichnung “Weihnachten in Bethlehem” ein Duett zwischen ihr und Nigel Kennedy, einem britischen Violinisten, geplant. Aufgrund der kritischen politischen Situation sagte Kennedy jedoch ab. Ginelli flog dennoch nach Bethlehem und spielte am Zentrum des christlichen Glaubens (zumindest zur Weihnachtszeit) das Ave Maria von Schubert. Das Live-Konzert, an dem unter anderem Chris de Burgh und Maite Kelly teilnahmen, fand in der Geburtskirche statt.

“Mehr Weihnachten geht nicht!”, meint Ginelli, sichtlich beeindruckt von dieser Reise in eine Stadt, die Mangels der bekannten meist amerikanischen Ketten, die für gewöhnlich das Stadtbild prägen, eher entrückt vom Konsum der Gesellschaft und etwas ursprünglicher erscheint.

Jedoch lief nicht alles in der stillen Nacht auch glatt. Eigentlich war es geplant, dass Ginelli auf einer geliehenen Harfe spielen sollte. Diese war das einzig verfügbare Instrument, das extra aus Palästina importiert werden musste. Allerdings fehlten ihr nicht nur einige Saiten, sondern hatte auch noch einen schrägen Klang. Zu allem Überfluss war auch noch kein Harfenbauer in der Nähe erreichbar, weswegen ein Geigenbauer um Hilfe gebeten wurde.

Dieser entdeckte zwei Risse im Inneren der Harfe und das kurz vor Aufnahmebeginn! Schnell schnitzte er zwei kleine Holzkeile, die er in die Risse steckte. Dies half kurzfristig und glücklicherweise so lange, bis das Konzert geschafft und die Aufnahme im Kasten war.

Sebastian-Nikolaus

Orchester-Mediation


Im Gespräch mit Sebastian Nikolaus

Sebastian Nikolaus ist ein junger Gitarrist, Sänger und Songwriter aus Karlsruhe, der sich 2013 als Musiker selbstständig gemacht hat. Seitdem beschäftigt er sich noch mehr als zuvor mit seiner Musik und schreibt an seinen Songs.


Bevor er diesen großen Schritt gewagt hat, war er als Elektroingenieur tätig und hat die Musik über mehrere Jahre hinweg stetig weiterverfolgt. Er ist auch an Tontechnik sehr interessiert und dadurch in der Lage, große Teile seiner Albumproduktion in einem professionell eingerichteten Heimstudio selbst produzieren zu können. Auch die organisatorische Arbeit gehört zu einem Leben als selbstständiger Musiker dazu. Daher verbringt Sebastian Nikolaus neben dem Musizieren und Aufnehmen auch viel Zeit mit der Akquise neuer Auftritte und dem Marketing über Social Media. Er hat gelernt, dass es als Musiker wichtig ist, sich gegenseitig zu unterstützen und mit anderen Musikern zu kooperieren. Dadurch kann man sich viele Probleme ersparen und alle ziehen an einem Strang.

Er selbst sagt außerdem, dass er bei den Vocals am meisten gelernt habe. In der Gesangsaufnahme im Studio und bei den Live-Auftritten hat er über die Zeit hinweg große Fortschritte verspürt. Denn obwohl er keine klassische Gesangsausbildung in der Kindheit und Jugend hatte, konnte er sich einige Techniken aneignen und fühlt sich mittlerweile auch im Gesang sicher.

Nun nimmt er bei zwei unterschiedlichen Lehrern Gesangsunterricht und erhält dadurch sowohl eine eher klassisch orientierte Ausbildung als auch eine unkonventionellere Lehre im Rock- und Popbereich. Sebastian Nikolaus spielt neben seinen öffentlichen Auftritten auch auf Hochzeiten und hat daran viel Freude. Dafür erweitert er auf Wunsch des Brautpaares auch sein eigenes Repertoire und bereitet neue Songs vor.